Ein Passwort per Mail oder Chat zu schicken heisst, es dauerhaft in fremden Postfächern und Verläufen liegen zu lassen. Diese Seite zeigt, was die gängigen Werkzeuge dagegen tun, worin sie sich unterscheiden und wo jedes von ihnen an seine Grenze kommt.
Kurz gefasst: Jedes Werkzeug hier ist besser, als ein Passwort im Klartext zu verschicken. Die Unterschiede liegen darin, ob der Betreiber den Inhalt technisch lesen könnte, ob du auch etwas anfordern kannst und ob der Gegenüber ein Konto braucht. Wähle danach, welcher dieser Punkte in deinem Fall der wichtigste ist.
Jede Zeile sagt, was das jeweilige Werkzeug tatsächlich tut, nicht nur Haken oder Kreuz. Wo wir hinten liegen, steht das da.
Willst du nur gelegentlich ein Passwort verschicken und nutzt ohnehin schon einen der etablierten Dienste, bleib dabei. Der Wechsel lohnt sich dafür allein nicht.
Arbeitet dein Team bereits mit Bitwarden, ist Bitwarden Send der kürzeste Weg, weil Konto und Apps schon da sind.
Brauchst du oft Zugangsdaten von anderen, also die Gegenrichtung, ist genau das der Punkt, an dem sich die Werkzeuge unterscheiden. Lies dazu den Abschnitt darunter.
Zählt für dich, dass der Betreiber den Inhalt technisch nicht lesen kann, bleiben nur die Werkzeuge mit Verschlüsselung im Browser.
Fast alle Werkzeuge lösen dieselbe Hälfte des Problems: du hast ein Geheimnis und willst es loswerden. Im Alltag ist es aber oft umgekehrt. Du brauchst einen Zugang von einem Kunden, einem Kollegen oder einem Dienstleister, bittest per Mail darum, und die Antwort landet im Klartext in deinem Postfach. Damit ist nichts gewonnen. Bei Erseni Vault erzeugst du einen Anforderungs-Link und schickst ihn an die Person. Ihr Browser erzeugt lokal ein Schlüsselpaar, verschlüsselt die Eingabe damit und schickt nur das Chiffrat an uns; entschlüsseln kannst allein du. Der Gegenüber braucht kein Konto und keine Software. Password Pusher kann das ebenfalls, allerdings mit einem Schlüssel, den der Server hält; bei OneTimeSecret ist es eine Ablageseite auf einer eigenen Domain statt einer Anfrage an eine Person.
Wir vergleichen gegen öffentliche Dokumentation und Quellcode und sagen dazu, wo wir etwas nicht selbst nachgeprüft haben. Produkte ändern sich: hängt deine Entscheidung an einem Detail von hier, prüfe es an der Quelle nach, bevor du dich darauf verlässt.
Password Pusher auf GitHub Die Anforderungs-Funktion existiert, nutzt aber den serverseitigen Schlüssel des Sendewegs.
OneTimeSecret auf GitHub Release 0.26.0 vom 19.07.2026 hat Incoming Secrets ausgeliefert.
Bitwarden Send FAQ Beschreibt Konto-Pflicht beim Erstellen, Ablaufregeln und die clientseitige Verschlüsselung.
Quellcode von Erseni Vault Die Krypto-Komponente hinter Senden und Anfordern, unter AGPL nachlesbar.
Verschicke jetzt ein Secret oder erzeuge einen Anforderungs-Link, ganz ohne Konto. Der Vergleich oben lässt sich leichter beurteilen, wenn du beides einmal benutzt hast.
Kostenloser Tarif, keine Kreditkarte, kein Vertriebsgespräch.